Wirksame Methoden und Tipps zur Haarentfernung

Für die zuverlässige und teilweise auch dauerhafte Haarentfernung gibt es viele Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können.

Rasieren: Der Klassiker

Als erste Methode ist hierbei natürlich das einfache Rasieren zu nennen, doch leider finden sich dabei schon nach ein bis zwei Tagen ärgerliche Stoppel wieder. Außerdem ist diese Methode sehr strapaziös für die Haut und diese trocknet dadurch auch schnell aus. An manchen Hautstellen kann das Rasieren auch gefährlich werden, so zum Beispiel im Intimbereich. Auch die Kosten für Rasiergel/-schaum und für neue Klingen, die sich nach einigen Einsätzen abnutzen, summieren sich schnell. Jedoch gehört die klassische Nassrasur zu den besonders zeiteffizienten Enthaarungsmethoden.

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Haarentfernungscreme: Eine bequeme Methode

Eine zweite Alternative wäre eine Haarentfernungscreme, die man einfach auf die zu enthaarende Stelle aufträgt und dann, je nach Produkt und Hersteller, fünf bis zehn Minuten einwirken lässt. Aber auch hier ist bei der Anwendung an den Achseln oder im Intimbereich äußerste Vorsicht geboten. Nicht alle frei verkäuflichen Enthaarungscremes eignen sich für die empfindlichen Körperregionen. Meist ist ein Spatel in der Cremepackung enthalten, mit dem nach der Einwirkzeit die Creme ähnliche wie mit einem Rasierer abgezogen wird. Bei dieser Methode werden die Härchen aufgelöst und wachsen daher nicht so schnell nach, wie beim Rasieren, allerdings hält das glatte Gefühl hier auch nicht länger als wenige Tage. Bei dieser Methode ist es zudem mögliche, dass oft nicht alle Haare oder, je nach Struktur der Behaarung, gar keine Enthaarung stattfindet. Außerdem gibt es bei Enthaarungscremes eine hohe Unverträglichkeitsrate, da in vielen Rezepturen sehr starke chemische Inhaltsstoffe verwendet werden. Deshalb kommt es häufig zu Hautirritationen oder Ausschlägen. Vor jeder Anwendung sollte deshalb ein Hautverträglichkeitstest durchgeführt werden. Hierbei wird die Creme am Abend auf eine kleine Hautstelle aufgetragen und nach Gebrauchsanweisung verwendet. Wenn am nächsten Tag keine Irritation zu erkennen ist, ist die Anwendung unbedenklich.

Wachsen: Warm oder auch kalt

Die dritte Möglichkeit zuverlässig und auch länger anhaltend Haare zu entfernen ist die Verwendung von Wachs. Es gibt hier verschiedene Methoden, um mit Wachs die Behaarung zu entfernen. Es gibt einmal Kaltwachs, das es meistens in einzelnen Wachsstreifen zu kaufen gibt, und des Weiteren Warmwachs. Bei dem wird das Wachs in einem Tiegel gekauft und die Streifen zum Abziehen müssen separat dazu gekauft werden. Die Kaltwachsstreifen werden auseinander gezogen, sodass zwei Streifen entstehen. Diese sollten anschließend, in Wuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle, gelegt werden. Als zweiten Schritt wird über den Streifen mehrmals in dieselbe Richtung gestrichen, damit auch alle Härchen daran haften. Anschließend wird der Wachsstreifen mit einem kräftigen Ruck entgegen der Wuchsrichtung abgezogen. Die zweite Möglichkeit mit Warmwachs läuft von der Anwendung her ähnlich ab. Hier muss das Wachs zuerst in warmem bis heißem Wasser erwärmt werden, damit es flüssig wird und es auf die Haut aufgetragen werden kann. Manche Warmwachse können auch in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Allerdings muss hier mit Vorsicht gearbeitet werden, da bei zu heißem Wachs schnell Verbrennungsgefahr für die Haut besteht. Am besten immer eine kleine Menge auf das Handgelenk auftragen, um die Temperatur zu kontrollieren. Anschließend das Wachs auf die zu enthaarende Stelle auftragen und dabei beachten eine nicht zu große Fläche zu bestreichen, da der Vliesstreifen noch darüber gelegt werden muss. Es gibt auch bereits einige Geräte, die das Warmwachs in ihrem Inneren aufwärmen und genau in Streifenbreite auf die Haut auftragen. Bei dieser Methode werden die Haare an der Wurzel entfernt und wachsen somit erst nach zwei bis vier Wochen, je nach Stärke des jeweiligen Haarwuchses, wieder nach. Allerdings ist diese Methode nichts für schmerzempfindliche Gemüter, denn das Entfernen an der Wurzel kann sehr schmerzhaft sein. Wenn Sie eher unempfindlich sind, ist die Enthaarung mit Wachs eine geeignete Methode. Sollten nach der Anwendung der Wachstreifen Hautirritationen oder kleine rote Punkte entstehen, kann ein wenig Creme mit Aloe Vera oder anderen hautberuhigenden Stoffen aufgetragen werden, die am besten parfümfrei sind. Wenn Sie wissen, dass Sie zu solchen Hautirritationen neigen, sollten Sie die Anwendung abends durchführen, damit sich die Haut über Nacht regenerieren kann. Es kann auch sein, dass nach dem Wachsen kleine Härchen einwachsen. Um dies zu verhindern sollten Sie regelmäßig Hautpeelings durchführen.

 

Epilieren: Mit vielen Pinzetten zu glatter Haut

Eine weitere langanhaltende, wenn auch nicht endgültige, Lösung ist das Epilieren. Die Anschaffung eines solchen Geräts ist, wenn Sie eine hohe Qualität wünschen, zunächst kostenintensiv. Dafür ist ein solches Gerät langlebig und es bedarf keiner weiteren Anschaffungen. Beispielsweise auf www.otto.de kann dieses Hilfsmittel zur Haarentfernung erworben werden. Mit vielen kleinen Pinzetten, die vorne am Gerät rotieren, zupft der Epilierer nach und nach alle Härchen heraus. Das Gerät dazu einfach gegen die Wuchsrichtung langsam über die Haut gleiten lassen, wie bei einem Rasierer. Der Epilierer verfolgt dasselbe Prinzip wie die Wachsstreifen, denn die Haare werden an der Wurzel entfernt. Leider ist hiermit auch der gleiche Schmerz verbunden. Um die Haut im Vornherein etwas unempfindlicher zu machen, helfen Cremes mit Wirkstoffen wie Lidocain und Prilocain. Sollten Sie den Schmerz nicht aushalten, betäuben diese Cremes die Hautpartie für kurze Zeit und Sie spüren das Ziepen nicht mehr so stark. Es werden auch Geräte mit eingebautem Kühlelement angeboten, das beim Anwenden die Haut ebenfalls unempfindlicher werden lassen soll. Auch beim Epilieren können Hautirritationen auftreten oder Härchen einwachsen. Hiergegen helfen die gleichen Hilfsmittel wie beim Wachsen.

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Lasern: Eine dauerhafte Lösung

Als letzte, dauerhafte Lösung ist das Lasern zu nennen. Allerdings ist es auch die teuerste und zeitaufwendigste Methode, um ungeliebte Haare zu entfernen. Der Vorteil ist, dass hierbei die Haare nicht mehr nachwachsen, da durch das Lasern die Haarwurzel vollständig zerstört wird und somit die Haare nicht nachwachsen können. Bei dieser Methode werden aber nur dunkle Haare beziehungsweise dunkle Haarwurzeln zerstört, da nur diese das Licht des Lasers aufnehmen können. Feine, helle Härchen bleiben vom Laser unberührt. Die Laserprozedur wird von den meisten Patienten wie kleine Nadelstiche empfunden. Dabei muss die Behandlung mehrmals durchgeführt werden, da nur Haare in der Wachstumsphase zerstört werden. Vorsicht ist auch bei gebräunter Haut geboten, denn hier kann es schnell zu Verbrennungen durch den Laser kommen, zudem kann sich die Haut nach der Behandlung röten und anschwellen.

 

Die Entscheidung für die richtige Haarentfernungsmethode muss jeder für sich selbst treffen. Häufig ist es nötig dafür verschiedene Arten auszuprobieren, um die passende und effizienteste Lösung für sich zu finden. Wichtig dabei ist, stets auf die Hautgesundheit zu achten und auf Rötungen zu reagieren und die Haut dementsprechend zu pflegen bzw. zu einer anderen Art der Haarentfernung zu wechseln.



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